TSG 1862 gelingt zum Saisonauftakt Überraschungssieg beim Landesligaabsteiger

Kreisliga 1: TV Friedrichsfeld II – TSG 1862 Weinheim 24:29 (12:11)

Friedrichsfeld. 24:29 Auswärtssieg beim Landesligaabsteiger TV Friedrichsfeld II – damit hatte im Lager der derzeit personell arg mitgenommenen Handballer der TSG 1862 sicher niemand gerechnet. Neben den langzeitverletzten Stefefen Ehrmann, Felix Blanco, Robin Ulitzka und Nils Sebastian fehlten urlaubsbedingt Niklas von Römer sowie der ebenfalls verletzte Neuzugang Tim Scheuermann, der dynamische Klaus Beulich stand vor Studienbeginn erfreulicherweise noch zur Verfügung. Groß war natürlich nach Abpfiff der Begegnung die Freude bei den 62ern, die mit einem Minikader von acht Feldspielern plus drei Torhütern angetreten waren. Die Jungs von Trainer Werner Knapp zeigten von Beginn an, dass sie hochmotiviert in dieses Spiel gingen und sich nicht von vornherein kampflos geschlagen geben wollten. Aus dieser Einstellung heraus gelang bis zur 13. Minute eine 3:6 Führung. Die 5:1 Abwehr stand gut, nur über Außen kamen die Gastgeber zu Erfolgen. Da die Weinheimer im weiteren Verlauf der 1. Hälfte jedoch etliche freie Bälle verwarfen bzw. unnötige Ballverluste produzierten, glichen die Gastgeber zum 7:7 aus und führten zur Pause knapp mit 12:11. In den ersten 10 Minuten nach Wiederbeginn präsentierte sich die TSG bärenstark. Aus der jetzt praktizierten 6:0 Abwehr startete man erfolgreich mehrere Tempogegenstöße. Einem 0:5-Lauf zum 12:16 folgte nach dem 13:16 noch ein 0:4-Lauf, so dass die Partie in der 40. Minute beim 13:20, der höchsten Führung der Gäste, vorentschieden war. Danach schaltete die TSG in den Verwaltungsmodus. Die Gastgeber blieben weiter chancenlos, auch wenn sie den Rückstand bei 19:23, 21:25 oder 22:26 (50.) auf vier Tore verringern konnten. Nach dem 23:29 kamen die Friedrichsfelder bei einer 6:4 Überzahl noch zu einer unerheblichen Resultatsverbesserung zum 24:29 Endstand. (MH/klak)

TSG 1862 Weinheim: Heimburger, Bernhard, Koob-Lautenbach; Beulich (3), S. Labs (10/3), Knapp (5), S. Knauer (5), Streib (2), Voll (2), Schneider (2), Kinscherf.

TSG 1862 Heimniederlage – „Vize“-Meisterschaft verspielt

Kreisliga 1: TSG 1862 Weinheim – TV Edingen 16:20 (7:11)

Weinheim. Schade! Ausgerechnet im letzten Spiel der Saison, die die TSG 1862-Handballer  mit einem Sieg als „Vize“ hätten abschließen können, patzten die 62er. Nach 33 Heimspielen ohne Niederlage verlor man gegen den TV Edingen mit 16:20 (7:11) nach drei Jahren erstmals wieder in der TSG-Halle. Dennoch darf das Abschneiden der jungen Truppe als Erfolg angesehen werden. Mit einer vorderen Platzierung hatte vor der Saison beim Aufsteiger sicher niemand gerechnet. Den „Vize“-Titel der Kreisliga 1 könnte sich Lokalrivale TV Oberflockenbach mit einem Sieg gegen die MTG/PSV Mannheim sichern (Spiel war beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht ausgetragen).

Auf dem Papier traten die 62er zwar mit der maximalen Spielerzahl an, darunter auch Ergänzungsspieler. Neben den Langzeitverletzten fehlte besonders Spielmacher Nils Sebastian, was sich im TSG-Angriffsspiel gravierend bemerkbar machte. Einzig Linksaußen Niklas von Römer zeigte Normalform. Die Gastgeber fanden schwer in die Partie und lagen nach knapp sieben Minuten bereits 0:3 im Hintertreffen. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht erahnen, dass die Einheimischen diesem Rückstand über die gesamte Distanz hinterher laufen würden. Immer wieder scheiterte man am starken Gästetorhüter, während die eigene Abwehr häufig nicht sattelfest wirkte. 4:9, 5:10 und 6:11 lauteten die weiteren Zwischenstände, ehe man mit 7:11 in die Pause ging. Kurz nach Wiederbeginn musste man dann die Rote Karte gegen Klaus Beulich akzeptieren, womit die Alternativen im Rückraum weniger waren. Dennoch kam Hoffnung auf eine Wende bei der TSG auf, als der Rückstand bei 12:14 (42.) auf zwei Tore reduziert werden konnte. Das war auch bei 13:15, 14:16 und 15:17 der Fall. Dass Anschluss und Ausgleich nicht realisiert werden konnten, lag auch an weiteren Fehlwürfen bzw. Unzulänglichkeiten in der Abwehr. Leider kamen die 62er nach Ballgewinnen auch nicht zum gefürchteten Tempospiel, so dass sich Edingen beruhigt zurückziehen konnte und nach deren 16:20 Sieg die einzige Kreisligamannschaft blieb, gegen die die TSG beide Spiele verlor. Auf Seiten der 62er hofft man für die nächste Saison natürlich auf eine Rückkehr der an Kreuzbandrissen verletzten Steffen Ehrmann, Felix Blanco und Robin Ulitzka sowie Nils Sebastian, bei dem eine Diagnose noch aussteht. Leider nicht mehr zur Verfügung stehen wird Timo Ehrmann, der nach Schulterproblemen mit dem Handball aufhören wird. Ansonsten bleibt der Kader zusammen. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Heimburger, Koob-Lautenbach (ab. 17.); Beulich (2), S. Labs (4/2), Knapp (3), von Römer (5), Weippert, Bührer, Streib, Voll, Schneider, Lohrbächer, Kinscherf, Knauer (2).

Ausfälle nicht zu kompensieren

Kreisliga 1: TSG Ketsch – TSG Weinheim 24:16 (11:5)

Eine bittere Niederlage mussten die TSG Handballer beim Auswärtsspiel in Ketsch verkraften. Personell sind die Weinheimer stark gebeutelt. Vom 18-Mann Kader zum Saisonstart standen Trainer Werner Knapp am Samstag nur noch 10 Mann zur Verfügung. Dazu kam mit Florian Streib ein Spieler von der 2. Mannschaft. Den personellen Notstand merkt man der TSG in den letzten Spielen vor allem im Angriff an. Während die Abwehr immer noch gut agiert und den Gegner regelmäßig bei 20 Toren halten kann ist von der variablen Offensive der Weinheim kaum mehr etwas zu erkennen. Zu groß ist der personelle Verlust vor allem im Rückraum. Das zeigte sich auch beim Auswärtsspiel in Ketsch wieder, bei dem der gelernte Rechtsaußen Lohrbächer mangels Alternativen über 20 Minuten im rechten Rückraum abspulen musste.

Dennoch ließ sich die Niederlage nicht nur auf die schwierige Personallage schieben. Der hohe Endstand täuscht darüber hinweg, dass die TSG keinesfalls chancenlos war. Zu oft jedoch scheiterten die TSG Handballer am Samstag am Ketscher Torwart. Am Ende standen unfassbare 31 Fehlwürfe für die Weinheimer zu Buche – mindestens 10 davon komplett frei. Auch deswegen lief die TSG ständig einem Rückstand hinterher, konnte jedoch nie einen entsprechenden Lauf starten, um den Rückstand auszugleichen. Am Ende ging den Weinheimern dann komplett die Puste aus und Ketsch konnte sich zum Endstand von 24:16 absetzen.

Für das anstehende Derby wird es vor allem einer besseren Leistung in der Offensive brauchen. Die Personallage wird sich bis dahin wahrscheinlich nicht verbessern.

TSG 1862 Weinheim: Heimburger (1. Hz), Koob Lautenbach (2. Hz), Beulich (2), Labs (3), Knapp (5/2), v. Römer (2), Streib, Bührer (1), Voll, Schneider (1), Lohrbächer, Sebastian (2)

Derbyniederlage für TSG II zum Saisonabschluss gegen TGL II

Kreisliga 3: TSG 1862 Weinheim II – TG Laudenbach II 22:34 (9:14)

Weinheim. Eine deutliche 22:34 (9:14) Niederlage mussten die Handballer der TSG 1862 II im Derby gegen die TG Laudenbach II einstecken, die sich in der TSG-Halle als die eindeutig stärkere Mannschaft präsentierte. Die 62er haben damit die Saison beendet, müssen aber noch um den Klassenerhalt bangen, je nach Resultate der noch ausstehenden Spiele der Konkurrenten.

Die Anfangsviertelstunde verlief sich bis zum 6:6 noch ausgeglichen. Dann setzte sich  Laudenbach innerhalb acht Minuten mit einem 0:6-Lauf zum 6:12 ab. Beim 9:14 Pausenstand schien eine Vorentscheidung bereits gefallen, da die Gäste eine starke Abwehr stellten, mit der sie die Gastgeber immer wieder zu schlechten Würfen zwangen. Auch nach dem Wechsel blieb die TG dominant, wobei vor allem das Spiel über den Kreis zu Torerfolgen führte. Die TSG-Deckung hatte keinen Zugriff auf den Gegner. Der Gästevorsprung wuchs kontinuierlich an, so dass beim 18:30 (53.) erstmals 12 Tore Differenz zwischen beiden Teams lagen. Trotz dieses hohen Rückstandes ließen sich die 62er in den Schlussminuten nicht hängen, am deutlichen 22:34 Gästesieg konnte man jedoch nichts mehr ändern. Auf Seiten der TSG fehlten in diesem Spiel vor allem Alternativen im Rückraum. (klak)

TSG 1862 Weinheim II: Neuhaus, Stamm; Glaser (4), Figueras; F. Labs (4), STreib, Gänßmantel (1), Iselin (4/2), Lohrbächer (5), Dingler, Detels, Etzel (3), Berischa (1).

TG Laudenbach II: Wetzel, Drexler; Vela (6), Amelung (1), Trojan (6/1), Pittner, Lohmeier (1), Seibel (1), Hupach (2), Woitas (3), Gergies (2), Büntig (4/1), Hähnel (6/1), Möller (2).

TSG 1862 Handballer geben Sieg aus der Hand

Kreisliga 1: HSG St. Leon/Reilingen II  – TSG Weinheim 26:26 (13:12)

Auf Grund der angespannten Verletztensituation hatten die TSG Handballer bereits mit einem engen Spiel in Reilingen gerechnet und genau so sollte es kommen. Dass es aber nur zu einem ernüchternden Unentschieden reichte, hatte man letztendlich komplett sich selbst zu verschulden. Gleich mehrfach verpasste man am Ende der Partie fahrlässig die Entscheidung und ermöglichte Reilingen 6 Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer.

Der Start verlief für die Weinheimer denkbar schlecht. Die Abwehr war zu Beginn der Partie zu löchrig und im Angriff scheiterte man gleich mehrfach unglücklich am Pfosten. Das alles führte zu einem schnellen 4:1 Rückstand. In der Folgezeit stabilisierte die TSG sich vor allem in der Abwehr etwas und konnte den Rückstand bis zur Pause mühsam auf 13:12 verkürzen. Für die vor allem im Rückraum stark dezimierte TSG Truppe stand in dieser Saison erstmals wieder Sascha Knauer im Aufgebot der „Ersten“. Durch zwei schnelle zwei Minuten Strafen gegen Rückraumakteur Klaus Beulich bekam er früh in der ersten Halbzeit bereits Spielzeit und fügte sich trotz langer Abwesenheit gut ins Offensivspiel der Weinheimer ein.

Nach der Pause fand die TSG dann etwas besser ins Spiel. Die Abwehr stand nun sicherer und der eingewechselte Martin Heimburger konnte im Tor einige Bälle abwehren. So gelang den Weinheimern in der 34. Minute beim 15:16 die erste Führung. Allerdings gelang es der TSG nicht sich abzusetzen. Bei fast jeder Möglichkeit den Vorsprung auszubauen schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Spiel der Weinheimer ein, sodass die Gastgeber immer in Schlagdistanz blieben. In der 52. Minute lagen die TSG Handballer sogar nochmal mit 22:21 im Rückstand und es drohte gar eine Niederlage. Durch wichtige Stopps in der Abwehr und schnelle Tore durch Labs, Knapp und Knauer gelang beim 26:25 in der 56. Minute wieder die knappe Führung. Torhüter Heimburger hielt einen wichtigen 7-Meter. Dennoch gelang es den Weinheimer nicht die Führung über die Zeit zu bringen. Einen in der Abwehr schon sicher gewonnenen Ball schenkte man durch ein „Fußspiel“ wieder her. Im letzten Angriff konnte man durch einen Fehlpass nicht das spielentscheidende Tor zum 27:25 machen. Reilingen kam damit 20 Sekunden vor dem Ende nochmal in Ballbesitz und konnte durch Christian Bikowski noch den Ausgleichstreffer markieren. So stand am Ende ein besonders ärgerlicher Punktverlust für die Weinheimer, da man den Sack gleich mehrfach aus eigener Kraft hätte zumachen können.

Für die angeschlagene Mannschaft von Trainer Werner Knapp kommt die nun folgende zweiwöchige Spielpause gerade recht, um die Kräfte und die Konzentration für die letzten drei Spiele im Saisonendspurt im April noch einmal zu bündeln.

TSG 1862 Weinheim: Heimburger (ab. 32), Koob Lautenbach (bis 32.), Beulich (3), Labs (9/3), Knapp (471), v. Römer (2), Weippert, Bührer, Voll, Schneider (1), Knauer (7), Lohrbächer, Kinscherf

TSG 182 II mit „Rumpfmannschaft“ ohne Chance

Kreisliga 3: LSV Ladenburg – TSG 8162 Weinheim II 30:22 (14:10)

Ladenburg. Zum Spiel beim LSV Ladenburg konnte die TSG 1862 II nur mit einem Auswechselspieler antreten. Deshalb war nicht verwunderlich, dass die 62er am Ende mit 30:22 (14:10) als Verlierer vom Platz gingen. Ladenburg bestimmte das Geschehen von Anfang an und lag bei  13:7 (24.) schon deutlich in Führung. Die 62er blieben jedoch „dran“, so dass der Pausenstand von 14:10 im Rahmen blieb. Die ersten 12 Minuten nach Wiedergebinn zeigten die 62er ganz starke Leistungen, was zum 18:18 Ausgleich in der 43. Minute führte. In der Schlussviertelstunde schwanden dann verständlicherweise die Kräfte. Ladenburg hatte nun keine Mühe, den 30:22 Endstand herauszuwerfen. (klak)

TSG 1862 Weinheim II: Stamm; Figueras (1), Gänßmantel (2), Heners (8/6), zur Brügge (2), Etzel (5), Dingler (2), Berischa (2).

Starke 1. Halbzeit siegentscheidend für TSG 1862 II gegen Hemsbach II

Kreisliga 3: TSG 1862 Weinheim II – TV Hemsbach II 27:24 (15:9)

Weinheim. Revanche für die knappe Vorspielniederlage gelungen. Die Handballer der TSG 1862 II gewannen das Rückspiel gegen den TV Hemsbach II mit 27:24 (15:9) und sicherten sich damit wichtige Punkte in der 3. Kreisliga. Entscheidend für den TSG-Sieg war die sehr gute Vorstellung im ersten Spielabschnitt. Schon früh erspielte man sich einen beruhigenden Vorsprung, der beim Seitenwechsel mit 15:9 auch deshalb vielversprechend aussah, weil Torhüter Patric Stamm gut parierte. Nach Wiederbeginn nahm das Hemsbacher Spiel Fahrt auf, was zur Verringerung des Rückstandes auf 15:12 (34.) führte. Die Aktionen der TSG waren nicht mehr so zwingend wie in der 1. Halbzeit, trotzdem ließ man die Gäste höchstens auf drei Tore herankommen (20:17, 23:20, 25:22). Zwei Tore innerhalb von knapp 30 Sekunden von Florian Streib zum 26:22 bzw. 27.22 sorgten für die Entscheidung. Den Gästen gelang nur noch eine Resultatsverbesserung zum 27:24 Endergebnis. (klak)
TSG 1862 Weinheim II: Stamm, Neuhaus; Figueras, Ciloglu (3), Streib (6), Gänßmantel, Iselin (9/6), Heners (2), Knauer (4), Etzel (3), Berisha.

TSG 1862-Abwehr sichert Heimsieg im Derby gegen Großsachsen III

Kreisliga 1: TSG 1862 Weinheim – TVG Großsachsen III 24:14 (12:7)

Weinheim. Durch einen überzeugenden 24:14 (12:7) Heimsieg über den TVG Großsachsen III halten die TSG 1862-Handballer Anschluss zum Spitzentrio in der 1. Kreisliga. Mit dem Sieg baute die TSG auch ihre Serie von mittlerweile 32 Heimspielen ohne Niederlage aus. Garant für den deutlichen Erfolg war die vermutlich beste Abwehrleistung der Saison. So fand der TVG zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Antwort auf die gut agierende Deckung der Weinheimer. Immer wieder kamen die Gäste ins Zeitspiel und wurden zu schwierigen Würfen gezwungen, welche die Abwehr verhinderte oder Torhüter Martin Heimburger parierte. Dabei war die Partie zunächst ausgeglichen, weil sich die TSG im Angriff schwer tat. Zwar konnte man gleich zu Beginn etwas wegziehen, aber auf Grund von überhasteten Abschlüssen und unnötigen Ballverlusten konnten die „Saasemer“ aber bis zum 6:6 wieder herankommen.. Dann fand die TSG jedoch im Angriff zu ihrer Linie. Bis zur Pause konnte man sich durch schöne Treffer auf 12:7 absetzen und überstand auch knifflige Unterzahlsituationen unbeschadet. Im Gegensatz zu den letzten Spielen verloren die 62er in diesem Spiel nicht mehr den Faden. Die Abwehr blieb über die vollen 60 Minuten sattelfest, so wurde die Führung in Halbzeit zwei kontinuierlich ausgebaut. Vor allem Klaus Beulich war im Angriff von der TVG-Abwehr kaum mehr zu halten und fast nach Belieben erfolgreich. Einen Schreckmoment mussten die Weinheimer allerdings in der 2. Halbzeit noch hinnehmen, als Robin Ulitzka nach einem Rückraumtor auf den Boden krachte und sich das Knie verdrehte. Es folgten einige bange Momente, ehe Ulitza gestützt das Feld verlassen konnte. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Ein weiterer langfristiger Ausfall wäre für die schon stark von Verletzungen gebeutelte Weinheimer Mannschaft der Supergau. Doch auch dieser Ausfall konnte die TSG an diesem Tag nicht mehr erschüttern. Bis zum 24:14 Endstand gab sich die TSG keine Blöße mehr. Der Sieg hätte dabei noch deutlich höher ausfallen können. Die TSG scheiterte jedoch gleich mehrfach im Gegenstoß am stark parierenden TVG-Torhüter Schabbach. (MH/klak)
TSG 1862 Weinheim: Heimburger, Koob Lautenbach (bei zwei 7m); Beulich (7), S. Labs (5/1), Knapp(3), v. Römer (1), Bührer, Ulitzka (2), Schneider (2), Ciloglu, Streib Sebastian (4).

Schwache Leistung im Spitzenspiel

Kreisliga 1: TV Brühl – TSG 1862 Weinheim 31:19 (20:10)

Brühl. Am Sonntag fuhren die TSG Handballer zum Topspiel zum Aufstiegsfavoriten in Brühl. Im Hinspiel in der heimischen TSG Halle hatten die Aufsteiger aus Weinheim noch sensationell einen knappen Sieg gefeiert. Es war jedoch jedem klar, dass die Herausforderung in Brühl riesig werden würde. Allerdings gelingt es der jungen Mannschaft gerade Auswärts gegen die starken Mannschaften der Liga dieses Jahr zu selten an die guten Leistungen aus den Heimspielen anzuknüpfen. So fand man auch in Brühl zu keinem Zeitpunkt zu der Form, mit der man die gleiche Mannschaft im Hinspiel noch niedergekämpft hatte und die Liga als Aufsteiger aufmischte. Letztendlich musste man sich daher verdient mit 31:20 geschlagen geben.

Dabei sah es zu Beginn der Partie zunächst nach einer Begegnung auf Augenhöhe aus. Bis zur 10. Minute hielt die TSG gut mit und konnte die Partie beim 4:4 durch Michael Knapp ausgeglichen gestalten. Dann ging auf Seiten der Weinheimer jedoch gar nichts mehr. Die Abwehr fand keinen Zugriff mehr. Vor allem Philipp Noske bekam man in der Folge gar nicht mehr in den Griff. Im Angriff scheiterte man mit unvorbereiteten Würfen und vielen überhasteten Aktionen an der gut agierenden Brühler Abwehr. Brühl kam dadurch immer wieder zu einfachen Toren und konnte sich Tor um Tor bis zur Halbzeit absetzen.

Zumindest in Halbzeit zwei konnte die junge Truppe von Werner Knapp zeitweise andeuten, warum man ebenfalls weit oben in der Tabelle steht. Die Umstellung von 5:1 auf 6:0 in der Abwehr und ein Torwartwechsel zeigten schnell Wirkung. Immer wieder gelangen nun Ballgewinne in der Abwehr, die man in Halbzeit eins noch schmerzlich vermisst hatte. Das führte zu einfachen Gegenstoßtoren. Wie wichtig diese für das Spiel der Weinheimer sind konnte man am über weite Strecken ideenlosen und zu harmlos agierenden Positionsangriff sehen. Hier fehlt der TSG momentan die Unbekümmertheit und Leichtigkeit der Hinrunde, als man quasi in jedem Spiel die 30 Tore Marke knackte. Trotz der verbesserten Abwehr war man im Angriff letztendlich zu ungefährlich, um Brühl nocheinmal in Bedrängnis zu bringen. Am Ende stand für die TSG Handballer eine ernüchternde Niederlage, da man mit einer normalen Leistung hier auch mehr drin gewesen wäre. (MH)

TSG 1862 Weinheim: Heimburger (ab 30.) Koob-Lautenbach (bis 30.), Beulich (4), Labs (2/1), Knapp (4), von Römer (2), Bührer, Ulitzka (1), Voll (2), Schneider, Kinscherf, Sebastian (4)