1922 – 2022

100 Jahre TSG 1862- Handballabteilung

Das Gründungsjahr der Handballabteilung ist gleichzeitig ein Jubiläumsjahr des Vereins. Damals war das sicher keine Absicht, denn in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Handballspiel in vielen Vereinen aufgenommen. In Weinheim wurden sowohl vom TV 1862 als auch von der TG „Jahn“ 1878 die ersten Handballmannschaften für den Spielbetrieb gemeldet, die neue Sportart fand bald viele Freunde. Die Lokalderbys der beiden Weinheimer Vereine bildeten Höhepunkte im Weinheimer Sportgeschehen – natürlich auf dem Großfeld. Den Überlieferungen kann man entnehmen, dass in der Saison 1930/31 die 1. Mannschaft des TV 1862 „Badischer DT-Handballmeister“ nach einem 4:2 Sieg über „Jahn“ Offenburg wurde. Ab 1934 bis Kriegsbeginn spielte der TV 1862 mehr oder weniger erfolgreich in der höchsten Spielklasse, während die TG „Jahn“ die höchste Klasse nicht erreichte. Während des Krieges ruhte der Spielbetrieb, aber schon im September 1945 wurden erste Spiele unter dem Namen „Sport- und Kulturgemeinde“ ausgetragen. Beim Zusammenschluss der beiden alten Weinheimer Turnvereine gaben die Handballer einen wichtigen, wenn nicht den entscheidenden Anstoß. In der höchsten Spielklasse spielte die 1. Mannschaft eine sehr gute Rolle, ehe Nachbarvereine an der Bergstraße in den 50er und 60er Jahren die führenden Rollen im Handball übernahmen. In dieser Zeit entwickelte sich auch langsam das Spiel in der Halle. Hallenhandballspiele fanden damals in der ehemaligen Halle des Obstgroßmarktes in der Bergstraße statt (heute Einkaufszentrum). Diese neue Spielart fand immer mehr Zuspruch, so dass Ende der 60er und anfangs der 70er Jahre das Handballspiel auf dem Großfeld ganz eingestellt wurde. Die letzten Erfolge einer TSG-Feldhandballmannschaft datieren aus dem Jahr 1966 mit dem Aufstieg in die Badische Verbandsliga bzw. 1972 mit der Meisterschaft in der Landesliga.

Nach Fertigstellung der TSG-Halle feierte die TSG den ersten Erfolg im Hallenhandball im Jahr 1964 mit dem Aufstieg in die 1. Division, damals die höchste Hallenspielklasse. Diese Klasse konnte man lange halten, ehe man durch Neueinteilung der Spielklassen, Bildung von Bundes-, Regional- und Badischer Liga viertklassig wurde. In der Saison 1970/71 schaffte die TSG mit Trainer Franz Sauer als Meister des Kreises Mannheim nach einer Aufstiegsrunde mit den übrigen Meistern der Kreise des BHV den Aufstieg in die Oberliga. Diese Klasse konnte man jedoch nicht halten und stieg in die neu eingeführte Landesliga ab. Meisterschaft in dieser Liga und der Aufstieg in die Oberliga mit Spielertrainer Jürgen Plambeck nach drei hart umkämpften Spielen gegen die TSG Kronau, ein Teil der heutigen Rhein-Neckar Löwen, war der Anfang eines erfolgreichen Abschnitts. Mit dem Abstieg in die 1. Division Mannheim nach der Saison 1985/86 endete diese erfolgreiche Zeit. Danach spielte die 1. Mannschaft auf Kreisebene. Nach der Gründung des Handballbezirks Rhein-Neckar-Tauber schaffte die TSG den Sprung in die neue Bezirksliga, wobei der Spielbetrieb durch die Corona Pandemie stark beeinträchtigt war. Als Unterbau für die 1. Mannschaft nahm auch eine 2. Mannschaft regelmäßig am Spielbetrieb teil. Im Jubiläumsjahr 2022 gelang schließlich die Rückkehr in die in die Landesliga. Dort wird man nach der Erweiterung der HSG auf den Männerbereich mit dem TV Oberflockenbach in der nächsten Saison als HSG TSG 1862 Weinheim/TV Oberflockenbach antreten.

In der neuen TSG-Halle warfen auch Frauen und junge Mädchen den Handball. Die Entwicklung in jener Zeit wurde besonders durch Heinz Hering und Gustav Weißenböck geprägt. 1966 wurde die Frauenmannschaft erstmals Kreismeister, womit ein sensationeller Weg aus dem Kreis über die Ober- und Regionalliga in die Bundesliga begann. 1972 und 1973 Badischer Meister in der Halle, 1977 Süddeutscher Hallenhandballmeister und Aufsteiger in die Bundesliga waren herausragende Stationen. Drei Jahre dauerte das Abenteuer Bundesliga, ehe wieder der Abstieg in niederere Klassen angetreten werden musste. Ein „Zwischenhoch“ war 1983 die dritte Badische Meisterschaft, verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga, die man nach einem Jahr wieder verlassen musste. Bis 2015, seit 2008 als HSG TSG 1862 Weinheim/TV Oberflockenbach, spielten die Damen in der Oberliga und Landesliga, danach in der Kreisliga bzw. der 1. Bezirksliga. 2022 wurde das Team „Vizemeister, was den Aufstieg in die Landesliga bedeutete.

Im Jugendbereich freute sich die Abteilung 1972 über die Badische Meisterschaft und die süddeutsche „Vizemeisterschaft“ der weibl. Jugend ebenso wie über die Badische Meisterschaft der männl. C-Jugend. Herausragend aus der jüngeren Vergangenheit waren die Erfolge der weibl. C-Jugend, dann B-Jugend, in den Jahren 1991 – 93, in denen man mehrmals die Badische Meisterschaft gewann, als C-Jugend auch den inoffiziellen Titel „Deutscher Vizemeister“ nach tollen Spielen. Seit der Saison 2011/12 gibt es auch im Jugendbereich die HSG TSG 1862 Weinheim/TV Oberflockenbach.

Fest zur Abteilung gehört die AH-Gruppe, die schon seit „ewigen“ Zeiten ihre Trainingszeit freitags ab 18.15 Uhr im Gymnasium hat. Die AH-Handballer nahmen regelmäßig am Spielbetrieb des Handballkreises Mannheim in den beiden Kategorien AH32 und AH40 teil. Nachdem der Handballkreis keine offizielle Runde mehr organisierte, spielte man in einer privaten Runde in einem gemischten Team zusammen mit Spielern der TSG Lützelsachsen und der TuS.

Zu einem Handballspiel gehören natürlich auch Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen. Aus der Abteilung stellten sich immer kompetente Mitglieder zur Verfügung, die auch in oberen Ligen Spiele leiteten bzw. als Beobachter fungierten. Das Schiedsrichtersoll konnte seit Einführung jedenfalls immer erfüllt werden

Turniere, die von der Abteilung veranstaltet wurden oder die TSG-Mannschaften besuchten, spielten eine große Rolle im Abteilungsleben. Nach Fertigstellung der TSG-Halle gastierten namhafte Männermannschaften wie „Dukla“ oder „Slavia“ Prag bzw. „Medveszak“ Zagreb in Weinheim, die Frauen spielten gegen Teams wie „Admira“ Landhaus Wien, „Radnicki“ Belgrad oder den damaligen Ungarischen Meister „Spartacus“ Budapest, mit dem eine Partnerschaft bestand. Beim „Normandie-Cup“ in Paris trug sich die Frauenmannschaft zweimal in die Siegerliste ein, die männl. A-Jugend einmal. Ein gern besuchtes Turnier war bei den Männern auch der „Bodenseecup“ in Konstanz. Jugendmannschaften besuchten internationale Turniere in Göteborg, Callela oder Randers und kehrten mit vielfältigen Eindrücken an die Bergstraße zurück. AH-Turniere und Jugendturniere im ehemaligen Freizeitheim Rohrbach waren erfolgreiche Veranstaltungen, ebenso die Jugendturniere im TSG-Waldstadion. Das von 2000 bis 2014 im TSG-Waldstadion veranstaltete „Beach“-Turnier erfreute sich sehr großer Beliebtheit. Oft nahmen fast 200 Mannschaften, die aus der näheren und weiteren Umgebung kamen, am Turnier teil, um sich auf zunächst vier, später sechs Feldern, im extra aufgeschütteten Sand auszutoben. Viele Teams übernachteten dabei in Zelten. Als der Aufwand für das Turnier zu groß wurde, zog die Abteilungsleitung die Reißleine – das Beachturnier war Geschichte.

Die Abteilung wird heute geleitet von Oliver Schilling, Männerspielwart ist Christoph Scholz, Frauenspielwartin Susanne Weippert. Abgesandter zur HSG ist Stephan Mackert, Kassenwart Manfred Dinges, Pressewart Klaus Klemm, Vergnügungswartin Ursula Scholz. Das Amt eines Jugendleiters/einer Jugendleiterin ist leider unbesetzt, Birgit Ahrens und Miriam Müller kümmern sich im weiblichen Bereich um die Mannschaften.

In der langen Historie der Abteilung waren Abteilungsleiter wie Fritz Hohenadel, Richard Eidt, Karlheinz Heckmann, Wolfgang Balschbach, Bruno Schäfer, Andreas Pfrang, Karl-Heinz Scholz oder Jürgen Ehrmann in der Verantwortung und beeinflussten das Abteilungsleben, ehe das Amt zeitweise vakant war und schließlich von Oliver Schilling übernommen wurde. Mit Optimismus geht die Abteilung in das nächste Jahrhundert, auch wenn die allgemeine Situation derzeit sehr schwierig ist.

TSG-Herren krönen starke Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga!

Die Herren der TSG Weinheim haben das Halbfinale gegen den TSV HD-Wieblingen 2 mit 30:29 (11:11; 23:23) nach Verlängerung gewonnen und ihre starke Saison in der Bezirksliga 1 mit dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt.

Durch das diesjährige Final-Four-Format kam es zur Konstellation, dass die Weinheimer als Heimmannschaft in der Ketscher Neurotthalle auflaufen durften. Gegen den Zweitplatzierten der Bezirksliga 1 – Gruppe 2 aus Heidelberg-Wieblingen erwischte die Mannschaft von Trainer Werner Knapp einen denkbar ungünstigen Start und lag früh mit 0:2 in Rückstand. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in denen beide Abwehrreihen kaum eine Lücke aufzeigten. Erst nach gut zehn gespielten Minuten erzielte Michael Knapp den 2:2-Ausgleich für die TSG-Herren. Doch die Gäste behielten zunächst die Kontrolle und erhöhten wieder auf 2:4 (13.) und 3:5 (14.). Durch die Hereinnahme des langzeitverletzten Robin Ulitzka gewann das Angriffsspiel der Weinheimer an Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Seine Treffer zum 4:5 (14.). und 6:6 (16.) sorgten für mehr Sicherheit im Spiel der TSG. Selbst in doppelter Unterzahl kamen die Weinheimer nun zu einfachen Toren, ehe sich erneut Ulitzka in Szene setzte und per Doppelschlag die erste Drei-Tore-Führung herstellte (27.). Eine erneute Zeitstrafe nutzten die Gäste vor der Pause jedoch gekonnt aus, um den Vorsprung wieder zu egalisieren. Die Heidelberger spielten dabei vor allem ihre Stärke im Eins-gegen-Eins aus und stachen immer wieder in die Lücken der Weinheimer Abwehr. Beim Stand von 11:11 ging es schließlich in die Pause. Nach dem Seitenwechsel trafen beiden Mannschaften zunächst im Gleichschritt, ehe Adrian Koob-Lautenbach beim Stand von 14:14 einen Siebenmeter parierte (38.) und Sascha Knauer auf der anderen Seite sehenswert aus dem Rückraum erfolgreich war. Die zwischenzeitliche 17:14 Führung (41.) sollte jedoch nicht lange halten. Den Heidelbergern gelang ihrerseits ein 4:0-Lauf. Die letzte Viertelstunde zeigte nun einen offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Die Weinheimer fanden nun ihre beiden Außenspieler Felix Blanco und Sebastian Labs, bekamen im Gegenzug den gegnerischen Kreisläufer Erjon Rafuna nicht in den Griff, der knappe vier Minuten vor dem Ende zum 21:21 traf. Beide Mannschaften verpassten nun eine Entscheidung, auch weil sich im Angriff vermehrt leichte Ballverluste einschlichen. Der direkte Freiwurf der Heidelberger landete mit der Schlusssirene schließlich im Block der TSG. Mit 23:23 ging es in die Verlängerung. In dieser war es wiederum Ulitzka, der im Angriff das Heft in die Hand nahm und entscheidende Treffer markierte. Als Blanco mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte der Verlängerung zum 27:26 traf, hatten die Weinheimer nun alle Trümpfe in der Hand. Nach dem erneuten Seitenwechsel erhöhte zunächst Klaus Beulich auf 28:26, ehe in Unterzahl sogar das 29:26 (69.) gelang. Auch Koob-Lautenbach vernagelte in dieser Phase seinen Kasten. Die Heidelberger mussten ihre Deckung nun öffnen, doch die TSG-Herren bewahrten die Ruhe und brachten den Vorsprung souverän nach Hause. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter 30:29 Erfolg und der Einzug ins Finale in eigener Halle. Mit diesem einher ging auch der sichere Aufstieg in die Landesliga, den die Mannschaft entsprechend feierte.

Das Finale um die Meisterschaft in der Bezirksliga 1 verloren die Weinheimer tags darauf dann in der heimischen TSG-Halle mit 18:25 (11:12) gegen den TSV Rot 2. Dabei kamen die TSG-Herren gut in die Partie und kassierten erst nach fast neun Minuten den ersten Gegentreffer zum 2:1. In der Folge konnten sich die Weinheimer auf vier Tore absetzen, mussten nach dem 5:9 (21.) jedoch dem anstrengenden Halbfinale vom Vortag Tribut zollen. Die Gäste aus Rot konnten die Partie beim 10:10 (26.) zunächst ausgleichen und gingen kurz vor der Pause sogar mit 12:11 in Führung. Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern kaum mehr ein Tor, auch weil Trainer Werner Knapp viele Wechsel vornahm und allen Akteuren nochmal Spielzeit schenkte. Über 19:12 (51.) setzten sich die Roter auf 22:14 (54.) ab. Das Finale war zu diesem Zeitpunkt entschieden. Am Ende freuten sich dennoch beide Mannschaften. Die Gäste aus Rot über die Meisterschaft, die Weinheimer über den Aufstieg. Die TSG-Herren krönten somit eine tolle Saison und fügten der langen Geschichte der TSG-Handballabteilung zum 100jährigen Jubiläum ein weiteres Erfolgskapitel hinzu. In der nächsten Saison wird die Mannschaft nun als HSG TSG Weinheim/TV Oberflockenbach in der Landesliga an den Start gehen und dort hoffentlich ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben. (ps).

TSG 1862 Weinheim (gegen. HD-Wieblingen): Koob-Lautenbach, Neuhaus (n.e); Beulich (1), Labs (4), Knapp (2), Scheuermann (2), Ulitzka (9), Voll (2), Schneider, Knauer (5/1), Kinscherf, Blanco (5/1)
TSG (gegen. Rot 2): Koob-Lautenbach; Beulich (1), S. Labs (4/2), Knapp (1), Scheuermann (1), Fath, Rachowiak (1), Ehrmann (1), Voll, Schneider (3), Knauer (1), Kinscherf (1), Blanco (3), F. Labs (1).

TSG 1862 als Staffelsieger ins „Final Four“ um den Landesligaaufstieg

Bezirksliga 1-1: TSG 1862 Weinheim – TV Edingen 29:27 (11:14)

Weinheim. Zum Spitzenspiel in der Bezirksliga 1 erwartete Tabellenführer TSG 1862 Weinheim mit dem TV Edingen den nach Minuspunkten gerechneten Tabellenzweiten, der vor der Saison als Favorit auf den Staffelsieg galt und auch in dieser Partie favorisiert war. Für beide Teams ging es also um sehr viel, wobei die Gastgeber überraschend mit 29:27 (11:14) das bessere Ende für sich hatten. Mit jetzt 18:4 Punkten sind die 62er vorzeitig Staffelsieger und für das „Final Four“ um den Aufstieg qualifiziert, die unterlegenen Gäste haben dafür keine Chancen mehr.  Den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga 1 werden der TSV Rot II und der TV Friedrichsfeld II unter sich ausmachen.

Zum wiederholten Mal in dieser Saison stand TSG-Coach Werner Knapp nur ein kleiner Kader zur Verfügung, während der Gegner mit „voller Kapelle“ antrat. Entsprechend dieser Voraussetzungen verliefen die ersten fünf Minuten. Die Gastgeber produzierten Fehler, die Gäste trugen ihre Angriffe dynamisch vor. Konsequenz: Edingen führte schnell 0:3. Auch wenn auf TSG-Seite weiterhin nicht alles nach Wunsch lief, gelang bei 4:4 der Ausgleich und bei 6:5 (19.) erstmals die Führung. In den letzten Minuten der 1. Hälfte holte der TV die Führung zurück, mit 11:14 ging es in die Kabinen. Zu diesem Zeitpunkt schien ein Sieg der auch körperlich unterlegenen TSG nicht mehr realistisch. Nach Wiederbeginn blieben die Gäste erwartungsgemäß weiter spielbestimmend und erzielten sogar in doppelter Unterzahl das 14:16 (34.). Dieses Missgeschick steckten die 62er weg und hielten zumindest den Anschluss bis zum 18:19 (43.). Was in den folgenden Minuten passierte, war so nicht zu erwarten. Edingen geriet aus dem Rhythmus, scheiterte mit einem 7m an TSG-Keeper „Atze“ Koob-Lautenbach, seine Mitspieler warfen vier Tore in Folge – von der Anzeigentafel leuchtete eine 22:19 Führung für die TSG! Nach Krachern aus dem Rückraum von Sascha Knauer hatte dieser Vorsprung auch bei 23:20 bzw. 24:21 Bestand und wuchs nach einem tollen Sprungwurf erneut von Sascha Knauer bei 4:6 Unterzahl auf 25:21 an. Auf Edinger Seite stand deren bester Torschütz Kevin Kainer seinem Weinheimer Gegenspieler in nichts nach und führte den TVE ebenfalls mit einem Hattrick zum 25:24 (54.) wieder auf Tuchfühlung zur TSG, die über 26:24, 26:25, 27:25 und 27:26 die Führung behauptete, den 27:27 Ausgleich jedoch nicht verhindern konnte. Um das Spiel noch zu retten, griffen die Gäste nach dem 28:27 (59.) zu einem taktischen Mittel, das man eigentlich nur aus höheren Klassen kennt: Sie nahmen den Torwart vom Feld und spielten „7:6“- allerdings nicht perfekt. Den Ballverlust nutzte TSG-Keeper Koob-Lautenbach zu einem Wurf ins „empty net“ zum umjubelten 29:27 Siegtreffer. Im „Final Four“ treffen die 62er auf den Zweiten der Bezirksligastaffel 2, den TSV Wieblingen II. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lautenbach (1), Neuhaus; Beulich (2), S.Labs (5/2), Knapp (4/1), Fath (1), Voll (1), Schneider (1), S. Knauer (5), Kinscherf (4), Blanco (5).

Knappe Heimniederlage für TSG 1862 II

Bezirksliga 4-1: TSG 1862 Weinheim II – SKV Sandhofen II 28:29 (16:15)

Weinheim. Das Auswärtsspiel beim SKV Sandhofen II hatte die TSG 1862 II vor Wochenfrist noch deutlich gewonnen, das Heimspiel ging leider knapp mit 28:29 (16:15) verloren. Im ersten Abschnitt hatte die TSG immer in Führung gelegen, den Gästen gelang bei 16:16 kurz nach Beginn der 2. Hälfte erstmals der Ausgleich, bei 20:21 die Führung. Das spiel wogte hin und her, wobei die 62er in der 50. Minute mit dem 25:24 wieder die führung zurückgeholt hatten. Entscheidend für den Spielausgang waren die folgenden fünf Minuten, in denen die Gäste mit vier Toren hintereinander auf 25:28 stellten. In der Restspielzeit gelang der TSG nur noch eine Resultatsverbesserung auf 28:29. (klak).

TSG 1862 Weinheim II: Heß; Siedel (2), F. Labs, Fath (8/1), Heners, Ulitzka (10/2), C. Knauer, Knögel (1), Rachowiak (4), Moy (3).

TSG 1862 mit starker zweiter Halbzeit

Bezirksliga 1-1: TSG 1862 Weinheim – TV Dielheim 36:22 (18:14)

Weinheim. Zum vorletzten Heimspiel der Saison 21/22 empfingen die Handballer der TSG 1862 in der Bezirksliga 1-1 mit dem TV Dielheim eine Mannschaft, die zu den schwächeren in der Klasse zählt. Das merkten die Zuschauer aber erst in der 2. Halbzeit, in der die 62er klar dominierten und schließlich mit 36:22 (18:14) beide Punkte für sich verbuchen konnten.

Erneut konnte die TSG keinen vollständigen Kader aufbieten, in den aber Torhüter „Atze“ Koob-Lautenbach wieder zurückgekehrt war. Für den fehlenden Tim Scheuermann übernahm Manuel Kinscherf die Rolle des Spielmachers, die er sehr gut interpretierte und dazu auch noch torgefährlich war. Nebenbei erwähnt trugen sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein. Das war auch deshalb wichtig, weil sich die TSG-Abwehr in der Anfangsphase häufig zu offen oder zu passiv agierte, so dass die Gäste das Spiel bis zum 9:9 (19.) ausgeglichen gestalten konnten. Gut auf TSG-Seite, dass Keeper Koob-Lautenbach bis zu diesem Zeitpunkt zwei 7m abgewehrt hatte. Ein Hattrick von Sebastian Labs, darunter drei Heber, ergab erstmals eine klarere Führung bei 12:9, Dielheims Coach legte die grüne Karte. In den verbleibenden acht Minuten bis zur Pause glänzte vor allem Klaus Beulich, der dazu noch bei 29:59 in Unterzahl zum 18:14 Halbzeitstand traf. In die 2. Hälfte ging es nimmer noch mit einem Mann weniger, wovon sich die TSG allerdings nicht stören ließ und das 19:14 nachlegte. Die eine oder andere Nachlässigkeit in der TSG-Abwehr hatte keine großen negativen Konsequenzen, da man im Angriff weiter effizient agierte. Starke 1:1 Aktionen, gelungene Spielkonzeptionen oder Tempogegenstöße – öfter mit Heber abgeschlossen – ließen den TSG-Vorsprung auf zehn Tore bei 27:17 (45.) anwachsen. Das Spiel war längst entschieden, zumal die mit kleinem Kader angereisten Gäste nachließen. Über den Kreis gelangen dem TV trotzdem schöne Tore, am Ende waren die Einheimischen dennoch mit 36:22 Sieger. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lautenbach, Neuhaus (ab 49.); Beulich (8), S. Labs (11/1), Knapp (4/1), Fath (1), Voll (1), Schneider (1), S. Knauer (4), Kinscherf (5), Blanco (1).

2. Saisonniederlage für die TSG 1862-Handballer

Bezirksliga 1-1: TSV Rot II – TSG 1862 Weinheim 30:22 (16:11)

St. Leon-Rot. Seit der Niederlage im ersten Saisonspiel hatten die Handballer der TSG 1862 die folgenden sieben Spiele nicht verloren und die Tabellenführung der Bezirksliga übernommen. Im Nachholspiel bei der Badenligareserve des TSV Rot endete jedoch diese Serie. Trotz der 30:22 (16:11) Niederlage bleiben die 62er Tabellenführer.

Personell stand das Nachholspiel unter keinem guten Stern. Neben dem wahrscheinlich für längere Zeit verletzungsbedingt ausfallenden Spielmacher Nils Sebastian fehlte auch der etatmäßige Torwart Andreas Koob-Lautenbach sowie mit Youngster Lennart Sagi eine Alternative für den Rückraum. Rot hatte dagegen ein komplett besetztes Team. Allen Widrigkeiten zum Trotz startete die TSG erfolgreich in die Partie, ehe nach dem 5:5 (8.) schon so etwas wie eine Vorentscheidung über den weiteren Verlauf der Partie fiel: Die Gastgeber zogen mit fünf Toren in Folge auf 10:5 davon. Zwischenzeitlich verkürzte die TSG zwar etwas, beim 16:11 Halbzeitergebnis lag man wieder fünf Tore zurück. Im zweiten Abschnitt vergrößerte sich der Vorsprung der Gastgeber bis zum 24:18 (48.) kaum, auch wenn der TSV das spielbestimmende Team war. Die nie aufgebenden Weinheimer konnten jedoch nicht verhindern, dass die Tordifferenz zwischen beiden Teams beim 28:20 erstmals auf acht Treffer angewachsen war. Beim Schlusssignal leuchtete dann ein 30:22 Sieg für den TSV Rot II von der Anzeigentafel. Für die TSG heißt es jetzt, sich nicht lange über das Ende der Erfolgsserie zu ärgern, sondern alle Kräfte zu bündeln für das nächste Heimspiel am Samstag gegen den TV Dielheim bzw. die beiden letzten Saisonspiele daheim und auswärts gegen den Bezirksligafavoriten TV Edingen nach Ostern. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Neuhaus; Beulich (2), S. Labs (4/2), Knapp (2), Scheuermann (4), Fath (2), Voll (2), Schneider, S. Knauer (3), Kinscherf, Blanco (3).

TSG 1862-Handballer auch im Nachholspiel erfolgreich

Bezirksliga 1-1: TSG 1862 Weinheim – TSV Rot II 32:29 (13:15)

Weinheim. Zu einem Nachholspiel empfingen die Handballer der TSG 1862 Weinheim am Donnerstagabend die Badenligareserve des TSV Rot in der TSG-Halle. Beide Mannschaften konnten mit kompletter Besetzung antreten, so dass sich ein interessantes Spiel entwickelte. Gastgeber TSG 1862 hatte dabei nach starker 2. Halbzeit das bessere Ende und sicherte beim 32:29 (13:15) beide Punkt im Kampf um einen Spitzenplatz in der Bezirksliga. Ein Wermutstropfen war jedoch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Nils Sebastian nach erfolgreichem Torabschluss.

Mit viel Tempo gingen sowohl die TSG als auch die körperlich überlegenen Roter in die Partie, was zu schnellen Toren bis zum 4:5 (7.) führte. Danach gerieten die 62er aus dem Konzept. Fehlwürfe, darunter ein 7m, zu hektisch und unvorbereitet vorgetragene Angriffe nutzen die Gäste mittels Tempogegenstoß zum Ausbau ihrer Führung auf 6:11. Beherzte 1gegen1 Durchbrüche von Klaus Beulich zeigten, dass die TSG noch motiviert war und keineswegs aufgeben wollte. Auch nach einem weiteren verworfenen 7m ließ man sich nicht hängen. Die offensive Deckung gegen Rots Haupttorschützen zeigte Wirkung, Torwart „Atze“ Koob-Lautenbach parierte stak, so dass die TSG auf 13:14 herankam, ehe es mit 13:15 in die Pause ging. In die 2. Halbzeit startete die TSG fulminant. Mit fünf Toren in Folge wurde aus dem Pausenrückstand eine 18:15 Führung (35). Diese Führung gab Sicherheit, was zu erfolgreichen Abschlüssen nach angesagten Konzepten führte. Michael Knapp oder Sascha Knauer trafen mit „Krachern“ aus dem Rückraum, Tim Scheuermann, Felix Blanco und Lars Schneider von Außen oder dem Kreis. Hinten vernagelte „Atze“ weiter sein Tor, bei zwei 7m kam Matthias Neuhaus – und wehrte ab. Rots Anschluss war verhindert. Andererseits blieb die TSG am Drücker, nutze ihre Chancen, so dass beim Schlusssignal ein 32:29 Sieg bejubelt werden konnte. Heute um 19.00 Uhr kommt der momentane Tabellenführer TV Friedrichsfeld II zum Bezirksligaspitzenspiel in die TSG-Halle. Spannung ist angesagt. (klak).

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lautenbach, Neuhaus (bei zwei 7m); Beulich (3), S. Labs (2), Knapp (11/3), Scheuermann (3), Fath, Sagi, Voll, Schneider (1), S. Knauer (6), Kinscherf, Blanco (2), Sebastian (4).

TSG 1862 Handballer mit fünftem Sieg in Folge

Bezirksliga 1-1: TV Dielheim – TSG 1862 Weinheim 18:24 (7:14)

Dielheim. Nach einer längeren Pause wegen coronabedingten Spielabsagen stand für die Handballer der TSG 1862 Weinheim das Auswärtsspiel beim TV Dielheim auf dem Spielplan. Dieser Aufgabe entledigten sich die 62er in souveräner Manier und nahmen durch das 18:24 (7:14) zwei Punkte aus dem Kraichgau mit an die Bergstraße. Mit diesem Sieg – dem fünften in Folge bei nur einer Niederlage im ersten Saisonspiel – festigte die TSG ihren Platz im oberen Tabellenteil.

Nach ausgeglichenem Beginn (2:2, 8.) bestimmte in der Folge die TSG eindeutig das Spielgeschehen. So war es nur eine logische Konsequenz, dass die Gäste mit einem 1:6 Zwischenspurt auf 3:8 davonzogen. Dielheims Coach legte danach die grüne Karte. Die Auszeit war aus Dielheimer Sicht eine positive Maßnahme, denn fünf Minuten später war der Rückstand der Gastgeber auf zwei Tore beim 6:8 (22) zusammengeschmolzen. Davon ließen sich die Gäste in den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit jedoch nicht beeindrucken. Eine erneute 1:6 Torfolge führte zum deutlichen 7:14 Pausenstand. Mit dieser klaren Führung im Rücken konnte man auf Seiten der TSG den zweiten Spielabschnitt gelassen angehen. Man blieb dennoch konzentriert, so dass die Gastgeber den Rückstand nicht entscheidend verkürzen konnten, auch wenn die Partie jetzt ziemlich ausgeglichen war. Das 15:24 (53.) bedeutete die höchste Führung der Gäste, ehe beim Schlusssignal ein 18:24 von der Anzeigentafel leuchtete. Bei diesem Ergebnis hatte man die 2. Hälfte zwar mit 11:10 verloren, was bei besserer 7m Bilanz (drei Fehlwürfe) jedoch zu vermeiden gewesen wäre. Sei´s drum, jetzt darf man gespannt sein, wie sich die 62er in den restlichen sechs Spielen, davon vier zu Hause, gegen die Konkurrenten aus der vorderen Hälfte der Tabelle aus der Affäre ziehen werden. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lautenbach, Neuhaus; S. Labs (7/1), Scheuermann (1), Fath (1), Sagi, voll, Schneider (4), S. Knauer (3/1), Kinscherf (1), Blanco (3), Sebastian (4).

TSG 1862 Auswärtssieg mit wieder kleinem Kader

Bezirksliga 1-1: SG HD-Leimen II – TSG 1862 Weinheim 25:34 (10:19)

Leimen. Zum Auswärtsspiel in der Bezirksliga 1 bei der SG Heidelberg-Leimen II konnten die Handballer der TSG 1862 Weinheim erneut nur mit einem reduzierten Kader antreten. Im Spiel machte sich das gegen ein mit maximaler 14er Besetzung angetretenen Gastgeber aber nicht bemerkbar. Vielmehr dominierten die 62er die Partie jederzeit und nahmen durch den klaren 25:34 (10:19) Erfolg verdient beide Punkte mit an die Bergstraße.

Die 62er starteten rasant in das Spiel. Bereits nach gerade mal fünf Minuten lag man 1:5 in Führung. Nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit war der Vorsprung auf 3:12 angewachsen, wobei die 62er hauptsächlich durch Tempogegenstöße von Routinier Sebastian Labs erfolgreich waren, nachdem die Abwehr mit Torhüter „Atze“ Koob-Lautenbach gute Arbeit geleistet hatte. Bei 7:17 bzw. 8:18 betrug der TSG-Vorsprung zehn Tore, ehe mit 10:19 die Seiten gewechselt wurden. Ziemlich zerfahren starteten beide Teams in die 2. Halbzeit. So dauerte es vier Minuten, bis das erste Tor zum 10:20 fiel. Im weiteren Verlauf des Spiels blieben die 62er weiter spielbestimmend, konnten es sich erlauben, nicht mehr mit höchster Konzentration zu agieren. An den Zwischenresultaten änderte sich kaum etwas. Der größte Torabstand leuchtete beim 14:25 (43.) von der Anzeigentafel. In der Schlussphase gelang den Gastgebern zwar zeitweise eine Verkürzung der Tordifferenz auf sieben Tore bei 23:30 oder 24:31. Der klare TSG 1862 Sieg war mit dem 25:34 Endresultat nie gefährdet. Damit haben sich die 62er in der Spitzengruppe der Bezirksliga 1-1 festgesetzt. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lautenbach; Beulich (2), S. Labs (10), Knapp (7/1), Scheuermann (2), Sagi, Schneider (4), S. Knauer (1), Kinscherf, Sebastian (8).

TSG 1862 überrennt Sandhausen im Nachholspiel

Bezirksliga 1-1: TSG 1862 Weinheim – SC Sandhausen 34:20 (13:9)

Weinheim. Zum Nachholspiel in der Bezirksliga 1-1 konnte die TSG 1862 gegen den SC Sandhausen nach langer Zeit wieder mit einem fast vollständigen Kader antreten. Elf Feldspieler und zwei Torhüter standen TSG-Trainer Werner Knapp zur Verfügung, die auch alle eingesetzt wurden und ihren Teil zum deutlichen 34:20 (13:9) sieg beitrugen.

Bei der Anfahrt waren die Gäste im Autobahnstau gestanden, weshalb die Partie mit Verspätung begann – und ziemlich holprig. Es dauerte bis zur 3. Minute, ehe das erste Tor für den SC fiel. Noch etwas länger mussten die 62er auf ihren ersten Treffer warten, das 1:2 nach Tempogegenstoß. Mit diesem Angriffsmittel waren die 62er im weiteren Verlauf der 1. Hälfte noch mehrmals erfolgreich, hatten aber auch einige Ballverluste nach hektischen Aktionen. Sandhausen konnte den Rückstand bei 8:5 oder 9:6 erträglich gestalten, profitierte auch von zu sorglosem Abwehrverhalten der TSG. Gut, dass TSG-Keepeer „Atze“ Koob-Lautenbach zwei 7m parierte. Zur Pause führten die Gastgeber 13:9, es hätte mehr sein können. Nach Wiederanpfiff war die TSG sofort zum 14:9 erfolgreich. Sandhausen kam mit langsam vorgetragenen Angriffen kaum noch zu Chancen, während die TSG weiter das Tempo hochhielt und bei 23:13 (42.) erstmals mit 10 Toren führte. Trotz dieser hohen Führung nahm die TSG nicht den Fuß vom Gaspedal, überrannte die jetzt kräftemäßig nachlassenden Gäste immer wieder. So leuchtete ein klarer 34.20 Heimsieg von der Anzeigetafel, womit die TSG in der Bezirksliga weiterhin im oberen Tabellenteil rangiert. (klak)

TSG 1862 Weinheim: Koob-Lauenbach, Neuhaus (ab 48.); Beulich (2), S. Labs (11/3), Knapp (6), Scheuermann (4), Fath (3), Sagi (1/1), Voll, Schneider (2), S. Knauer (1), Blanco (2), Sebastian (2).