
Mit Spannung erwartet: Das letzte Saisonspiel der HSG-C-Mädchen auswärts gegen den TV Bammental. Für die HSG in Reichweite die Vizemeisterschaft, für den TV Bammental, die noch eine weitere Partie vor sich haben, die Chance auf den Meistertitel.
Entsprechend unter Strom starteten die Spielerinnen. Trotz eines schnellen HSG-Treffers nach 13 Sekunden durch Marie Nickles war es Bammental, die etwas besser ins Spiel kamen und nach fünf Minuten eine 4:1 Führung für sich verbuchen konnten.

Dann war auch die HSG voll da und konnte zur 10. Minute den Gleichstand mit 6:6 und in der Folge auch zwei Tore Vorsprung erkämpfen.

Doch Bammental wendete, unter anderem mehrfach erfolgreich von außen, erneut das Spiel. Die HSG musste mit einem 15:11 Rückstand in die Pause. Sie ließ sich nicht entmutigen, suchte und fand immer wieder Lösungen gegen die Bammentaler Abwehr. Dennoch dauerte es bis 10 Minuten vor Schluss, dass Anna-Lisa Ridder den ersehnten Ausgleich zu 18:18 erzielen konnte.

Nun ging es hin und her, die Führung wechselte Tor um Tor, die Stimmung war aufgeheizt. Einige Bammentaler Eltern wurden unangenehm persönlich mit Rufen gegen HSG-Spielerinnen. Eineinhalb Minuten vor Schluss erhöhte Bammental seine Führung auf zwei Tore, Jasmina Scherl brachte die HSG wieder um ein Tor in Reichweite.

Noch eine 2-Minutenstrafe gegen die HSG. Dann in den Schlusssekunden wieder Jasmina am Ball mit einem letzten Tempogegenstoß, der ein rettendes Unentschieden hätte bringen können. Doch die Bammentaler Torfrau hielt. Es blieb beim knappen 26:25 in einem hitzigen Spiel mit Leistungen auf Augenhöhe.

Die HSG steht nun sicher auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz. Die endgültige Platzierung könnte sich nächstes Wochenende beim Spiel von Walldorf – Sandhausen gegen Bammental noch verschieben: WaSa kann selbst nicht mehr über Platz vier hinauskommen, könnte aber mit einem Sieg Bammental noch von der Spitze, die HSG auf Platz zwei und Rot – Malsch ganz nach vorne verschieben.
Natürlich dominierte zunächst die Enttäuschung. Doch die Saisonbilanz der HSG-C-Mädchen von 26:6 Punkten und 428:288 Toren kann sich sehen lassen. Trainer Holger Scherl blickt stolz zurück: „Die weibliche C-Jugend hat sich in dieser Saison sportlich und als Team sehr stark weiterentwickelt. Besonders in der Abwehrarbeit, im variableren Angriffsspiel und im Eins-gegen-Eins sind deutliche Fortschritte zu sehen. Zudem ist ein toller Teamgeist und großer Zusammenhalt entstanden. Gegen die Top-Teams der Liga haben wir auf Augenhöhe gespielt und hatten bis zum Schluss sogar Chancen im Meisterrennen.“ Auch Ergebnis der tollen Arbeit, des Trainer-Team aus Holger Scherl und den Co-Trainern Lars Röske und Lars Bösenberg, aus der eigenen Elternschaft, die das Team vor einem Jahr mangels anderer Optionen übernommen hatten.
Für die meisten Mädchen geht es nach der Qualifikation ab Herbst in der B-Jugend weiter. Von Trainer Holger Scherl und Spielerin Jasmina Scherl, einer der Stützen der Mannschaft, muss das Team schweren Herzens Abschied nehmen. Verstärkung kommt voraussichtlich aus Vereinen, die kein B-Team stellen können. Lars Röske und Lars Bösenberg bleiben als Betreuer erhalten. Als neue Trainer konnten Sebastian Gipp (bisher B-Jugend) und neu dazu Maurice Pape, beide aktive Spieler bei der SG Heidelberg-Leimen, sowie HSG-Jugend-Torwart-Trainer Paul Andreev gewonnen werden.

Es spielten Mareike Hildebrandt (T), Anna-Lisa Ridder (10/2), Marie Nickles (7), Emma Röske (3/2), Jasmina Scherl (3), Lena Behrendt (1), Johanna Jurich (1), Svea Bösenberg, Nina Diemer, Lotta Wagner, Malin Wagner.

