Hatte man den Tabellenvierten der TSV Rot-Malsch im Hinspiel noch geschlagen, so musste man letzten Sonntag auswärts eine 30:25 (15:15) Niederlage hinnehmen. Leider konnte man erneut nichts Zählbares mit nach Hause nehmen, obwohl hier durchaus mehr drin gewesen wäre, doch der Reihe nach.
Die ersten 15 Minuten der Partie liefen fast durchgängig nach folgendem Schema ab: 1 Tor für die Heimmannschaft, 1 Tor für unsere Farben. So stand es nach 15 gespielten Minuten 10:7. Hierbei kam die Heimsieben vor allem durch die später 16-fache Torschützin Mara Müller zu ihren Toren, die bis dahin bereits 6-mal traf. Auf Seiten der HSG netzten bis zu dem Spielstand Nadine Funder, Katharina Propp und Miriam Müller. Dann wachten die Bergsträßerinnen plötzlich auf: aus einer stabilen und deutlich beweglicheren Abwehr heraus, die von Emely Karl angeführt wurde, konnte man sich Ballgewinne sichern und die stark parierende Laura Propp im Tor deutlich besser unterstützen. Im Angriff wurden die Chancen nun klarer herausgespielt, was entweder in Toren oder in 7-Meter Würfen mündete. Durch dieses Powerplay in der 2. Viertelstunde des Spiels, ließ man nur noch 5 Tore zu und K. Propp netzte nach Halbzeitpfiff per 7-Meter zum 15:15 Halbzeitstand ein.
In der Kabine war allen klar, dass hier heute was gehen könnte. Allerdings nur, wenn man an der letzten Viertelstunde anknüpfen würde und alles in die Waagschale wirft.
Mit dem Wiederanpfiff und damit Ballbesitz wollte man das erste Mal in dieser Partie in Führung gehen, doch dies gelang nicht. Vorne vergab man leichtsinnig den Ball, was hinten zum 7-Meter-Wurf der Gastgeberinnen führte. Doch die HSG ließ sich diesmal nicht beirren, ging mit Geschwindigkeit in die nächste Aktion und erhielt 20 Sekunden später auch einen 7-Meter Wurf, der ebenfalls verwandelt wurde. Die Damen der TSV konnten zwar mit 19:17 (36. Minute) in Führung gehen, doch die Rot-Blauen hielten dagegen, konnten zunächst durch einen Doppelschlag von Miriam Müller zum 19:19 (38. Minute) ausgleichen und dann durch einen Doppelschlag von Sarah Kuhn sogar mit 20:21 in Führung gehen (42. Minute). Hier war es erneut die starke Abwehr in Kombination mit L. Propp, die maßgeblich zu dieser Führung beitrugen. Auf den Führungstreffer der HSG folgte die Auszeit der TSV und 30 Sekunden nach der Auszeit der Ausgleichstreffer zum 21:21. Erneut war es Kuhn, die die Rot-Blauen in Führung brachte, doch Mara Müller, die bis dahin alle Tore der TSV in Halbzeit 2 erzielen konnte, glich postwendend aus (22:22, 45. Minute). Noch 15 Minuten waren zu spielen und diese versprachen spannend zu werden. Leider wurde dem nicht so. Nach dem 23:22 für die Heimsieben konnte Propp im Tor einen wichtigen 7-Meter entschärfen, doch anstatt vorne erneut auszugleichen leistete man sich 10 Minuten ohne Tor. Auch die eigene Auszeit beim Stand von 25:22 in der 51. Minute konnte hieran nichts ändern. Die TSV nutzte diese Minuten, um sich durch einen 6:0-Lauf auf 27:22 abzusetzen, ehe die HSG noch einmal auf 27:24 (57. Minute) verkürzte. Möglich wäre es durchaus noch gewesen, dieses Ergebnis zu egalisieren, doch die Mannschaft aus Rot-Malsch spielte es deutlich cleverer zu Ende und somit musste man sich mit 30:25 geschlagen geben.
Erneut ein Spiel, bei dem durchaus mehr drin gewesen wäre. Erneut ein Spiel, bei dem man beide Punkte abgeben muss. Erneut ein Spiel, aus dem man viel lernen und mitnehmen kann und dies hoffentlich bis zum nächsten Wochenende auch tut.
Hier kommt am Sonntag, 30.03.25, um 16:30 Uhr der TSV Rintheim als Zweitplatzierter in die heimische TSG-Halle. Im Kampf um die Meisterschaft könnten man das Zünglein an der Waage sein – somit sollte klar sein, dass die Rintheimerinnen alles geben werden, um zu gewinnen. Im Hinspiel musste man sich denkbar knapp mit 34:32 geschlagen geben. (ng)
Es spielten:
L. Propp und Sax (beide im Tor); Püschel (1), Pareja Pinto, Amann (1), Müller (5), Kuhn (6), Karl (2), Berger (1), Funder (3), Weiß, K. Propp (6/5)